Blätter und Nadeln räuchern

Geräuchert wird heutzutage zumindest bei uns hier in Europa zwar nicht mehr so viel wie früher, dennoch ist das Ritual des Räucherns als solches sehr spirituell, anregend oder auch einfach nur entspannend. Was in andere Kulturen und Ländern noch standardgemäß praktiziert wird, ist bei uns leider in Vergessenheit geraten.

Doch gerade heute, in der oftmals sehr stressigen Zeit, besinnen sich die Menschen wieder auf sich selber und wissen ein rituelles Räuchern wieder zu schätzen.

Räuchern kann man grundsätzlich immer dann, wenn man das Bedürfnis danach hat. Es gibt keine festen Regeln, keine Vorgaben – man braucht nur das richtige Zubehör und mindestens eine halbe Stunde Zeit, idealerweise auch ein bisschen Ruhe, um zu sich selbst zu finden.

Viele Menschen räuchern lieber in der kalten Jahreszeit als im Sommer, einfach deswegen, weil man sich dann ohnehin öfter im Haus aufhält und weil einem der Sinn in der dunklen Jahreszeit oft mehr nach Räuchern steht, als wenn es draußen heiß ist.

Räucherwerk kaufen ist aufgrund der zahlreichen Räucherwerk Shops, die es im Internet gibt, kein allzu großes Problem mehr.

Zur Auswahl stehen neben fertigen Räuchermischungen auch einzelne Komponenten, um die beste Räuchermischung zu komponieren – ganz individuell auf den eigenen Geschmack abgestimmt.

Blätter räuchern

Nicht nur Kräuter lassen sich verräuchern, auch die Blätter diverser – auch einheimischer – Pflanzen sind ideal, um damit eine Räuchermischung bestellen herzustellen.

Sehr beliebt bei den Blättern sind beispielsweise Birkenblätter, Holunderblätter, Eichenblätter und Haselnussblätter.

Auch Eukalyptusblätter kann man verräuchern, diese haben sogar in der Esoterik einen ganz besonders hohen Stellenwert. So sollen dabei positive Energien freigesetzt werden. Der Duft ist angenehm und soll für ein gesundes, wohliges Klima im Wohnraum sorgen. Auch nach Krankheiten wird oft mit Eukalyptus geräuchert, damit eventuelle Krankheitskeime nicht möglicherweise im Raum zurückbleiben. Heute noch wird dem Eukalyptus eine ganz besondere Bedeutung beigemessen.

Auch mit echten Salbeiblättern wird gerne geräuchert. Vor allem im Mittelalter wurde Salbei als Heilpflanze verehrt und soll gerade beim Räuchern seine volle Wirkung entfalten: zum Reinigen und um die negativen Energien aus dem Haus zu vertreiben. Getrocknete Salbeiblätter kann man sogar ohne Räucherkohle räuchern – hierfür einfach die Blätter zwischen den Händen zerreiben und dann in einer Schale direkt anzünden. Die Glut soll dabei durch regelmäßiges Pusten aufrechterhalten werden.

Wie bei jedem Räucherwerk, so können verschiedene Blätter zu bestehenden Räuchermischungen hinzugefügt werden. Zum selber Mischen einfach getrocknete Kräuter kaufen und getrocknete Blätter nach Geschmack hinzufügen.

Nadeln räuchern

Dass Nadeln geräuchert ein ganz besonderes Aroma entfalten, hat wohl jeder von uns schon mal erleben dürfen, der einen Tannenzwieg in eine brennende Kerze gehalten hat – egal, ob absichtlich oder unabsichtlich. Der Duft, der sich entwickelt, ist intensiv und waldig.

Alles also, was Nadeln hat, eignet sich grundsätzlich auch zum Räuchern: Fichten, Tannen und auch Nadeln von Wacholder.

Generell gilt auch hier, beim Räuchern von Nadeln und Blättern: wer Räuchermischungen online bestellt, sollte auf gute Qualität der Produkte achten. Auch wichtig: dass es sich um legale Räuchermischung handelt. Dann kann dem Räucherspaß eigentlich nichts mehr im Wege stehen.