Geschichtliche Entwicklung des Räucherns

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Über Jahrtausende war das Räuchern ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens und gehört auch noch heute zum Alltag vieler Kulturen. Die Ursprünge des Räucherns liegen in der frühsten Menschheitsgeschichte und sind wahrscheinlich so alt wie die Nutzung des Feuers selbst.

Wohltuendes Dämpfe stiegen aus dem Feuer

Die Fähigkeit Feuer zu entzünden ist circa 40.000 Jahre alt und seit jeher genossen es die Menschen darum zu sitzen und die wohltuende Wärme zu genießen. Wohltuende Dämpfe stiegen dabei auf, da in dem Feuer verschiedene Holzsorten verbrannt wurden – das war der Beginn des Räucherns.

Mit den verschiedenen Gerüchen, die durch das Feuer verströmt wurden, wurden die Menschen in unterschiedliche Stimmungen versetzt. Als zusätzlich noch die unterschiedlichen Heilwirkungen von verschiedenen Pflanze und Bäumen bekannt wurden, entwickelte sich das Räuchern zunehmend zu einem Ritual. Es wurde gegen Krankheiten, Geister und bei bestimmten Stimmungen eingesetzt. Da die Menschen damals ein weitaus innigeres Verhältnis zur Natur besaßen, konnten sie die Gerüche bedeutend intensiver wahrnehmen. So entstanden die unterschiedlichsten Räucherzeremonien bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Zwecke des Räucherns

Vorrangig diente es zumeist sakralen Zwecken, wurde aber auch zur atmosphärischen Reinigung und Desinfektion von Wohnräumen und Häusern, zur Parfümierung von Kleidern und Körpern und zur Stärkung und Anregung der körperlichen Lust genutzt. Auch bei der Meditation und beim Gebet sowie zur Stärkung der spirituellen Energien und in der Räucherheilkunde wurde es angewandt.

In allen alten Kulturen wurde geräuchert. In Ägypten und Mesopotamien sandte man mit dem duftenden Rauch Botschaften an die Götter, um diese wohlzustimmen. Im antiken Griechenland wurde das Räuchern auch für Heilzwecke eingesetzt. Und im Orient, wo die Araber heutzutage für ihre Vorliebe für Düfte und Räucherwerk bekannt sind, entwickelte sich durch das Räuchern eine ausgeprägte Duftkultur. Auch in den indianischen Völkern Amerikas wird bereits seit vielen Jahrtausenden bis heute geräuchert. Dort räuchermischung bestellen herrscht eine ganz besondere Beziehung zur Natur.

In asiatischen Ländern wie Tibet, Indien, Japan oder China wird wie schon vor Jahrtausenden das Räuchern noch heute täglich von Millionen Menschen praktiziert. Die Tradition des Räucherns wurde dabei bis heute, gerade in Japan, immer weiter entwickelt und zur höchsten Duftkunst verfeinert – man findet dort das edelste Räucherwerk der Welt. Dort zelebriert man beispielsweise die Koh-Do-Zeremonie, den „Weg des Räucherns“, wobei ein Räucherwerkmeister mit seinen Gästen „dem Duft lauschen“.

Räuchern gerät in Vergessenheit

Auch hierzulande wurde geräuchert, was sich heute noch teilweise in alten Bräuchen wie den „Kräuterbüscheln“ manifestiert. Damit räuchert und reinigt man in den Rauchnächten zum Jahreswechsel (zwischen Weihnachten und dem 6. Januar) die Häuser und Ställe gegen Dämonen und Geister. Auch im Christentum hat das Räuchern stattgefunden, denn schon in der Bibel wurde geräuchert. Zudem ist der katholische Gottesdienst bis heute untrennbar mit dem Duft von Weihrauch verbunden.

Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen jedoch mehr und mehr den Kontakt zur Natur verloren, weshalb die Kunst des Räucherns hierzulande sehr in Vergessenheit geraten ist (bonzai kräutermischung). De Zeremonie des Räucherns erfordert zudem Ruhe und Entspannung, was in der heutigen schnelllebigen Zeit schwer zu vereinbaren ist.